Klimmzug im Calisthenic Bereich, Bild von hinten Rücken und Schultern

Starke Muskeln. Stabiles Fundament.

„Mein Junior will mit seinen Kumpels ins Gym, ist das sinnvoll?„ „Die Fitness Bubble in den Sozialen Medien hat echt Einfluss auf meine Kids?„ „Schadet ihnen Krafttraining im Wachstum?„ Warum gezieltes Krafttraining früh beginnen darf Die Jugend ist nicht nur eine Phase des Wachstums, sondern auch ein Zeitfenster, in dem sich die körperliche Leistungsfähigkeit für…

Mein Junior will mit seinen Kumpels ins Gym, ist das sinnvoll?

Die Fitness Bubble in den Sozialen Medien hat echt Einfluss auf meine Kids?

Schadet ihnen Krafttraining im Wachstum?

Warum gezieltes Krafttraining früh beginnen darf

Die Jugend ist nicht nur eine Phase des Wachstums, sondern auch ein Zeitfenster, in dem sich die körperliche Leistungsfähigkeit für das gesamte Leben mitprägt. Wer in jungen Jahren Muskelkraft aufbaut, legt den Grundstein für Beweglichkeit, Belastbarkeit und darüber auch mehr Selbstbewusstsein im Erwachsenenleben. Besonders spannend: In der Wachstumsphase reagieren Knochen stark auf Reize. Eine aktuelle Meta-Analyse (15 RCTs, 723 Jugendliche) zeigt signifikante Zuwächse bei Knochenmasse und -dichte, vor allem an LWS und Schenkelhals.

Wieviel ist genug?

Wichtig ist, dass das Training altersgerecht, technisch korrekt und begleitet durchgeführt werden. Nur dann profitiert der Körper – ohne Risiko für die Wachstumsfugen. (Faigenbaum & Myer, 2010)

Gesundheitsempfehlungen fordern mindestens 60 Minuten moderate bis intensive Bewegung täglich, doch genau daran mangelt es. Meist nimmt schon vor der Pubertät die Aktivität bei Kindern spürbar ab. Der Alltag wird bequemer und die Interessen von Kindern beginnen sich zu verändern. Dabei zeigen Untersuchungen, dass Jugendliche, die in einem unterstützenden Umfeld ihre Muskelkraft entwickeln, auf ein höheres Aktivitätsniveau und Selbstvertrauen im Erwachsenenalter bauen können. (Faigenbaum et al., 2013)

Schadet Muskeltraining dem Wachstum?

Früher galten Krafttrainingsprogramme bei Jugendlichen als potenziell wachstumshemmend, insbesondere aufgrund der Befürchtung, dass die Wachstumsfugen beeinträchtigt werden könnten. Wissenschaftlich belegt ist, dass Jugendliche durch gezieltes Krafttraining nicht nur ihre Muskeln, sondern auch ihre Knochendichte und Stabilität verbessern können. Das schützt vor Frakturen – gerade in einem Alter, in dem der Bewegungsdrang und das Verletzungsrisiko hoch sind.

Es steigen die

  • – Belastbarkeit des gesamten Bewegungsapparates
  • – die strukturelle Belastungsfähigkeit
  • – sowie die funktionelle Fitness

Krafttraining wirkt tief – nicht nur an der Oberfläche

Im Muskel werden durch Krafttraining neuronale und morphologische Anpassungen in Gang gesetzt, welche strukturelle Veränderungen der Muskulatur fördern.

  • – Die Muskelquerschnittsfläche wächst, was direkt die Kraft steigert.
  • – Die Länge der Muskelfasern nimmt zu, was die Kontraktionsgeschwindigkeit verbessert.


In der Kindheit und Jugend wird das Fundament für das gelegt, was der Körper später leisten kann. Gerade in jungen Jahren ist der Organismus besonders empfänglich für Trainingsreize. Es werden nicht nur Bewegungsmuster gelernt, sondern auch Muskelzellen angelegt, die im Erwachsenenalter nicht mehr neu gebildet werden müssen.

Frühes, richtig angeleitetes Krafttraining ist eine lebenslange Investition in einen starken, belastbaren Körper.